Wer an einen Urlaub in Österreich denkt, hat meist sattgrüne Wiesen, hohe Berge und malerische Ortschaften vor Augen. Also genau das, was das Bundesland Tirol zu bieten hat. Doch nicht nur Naturfans kommen bei einem Besuch auf ihre Kosten.
Auch für Film- und Serienliebhaber lohnt sich ein Roadtrip durch Österreichs Ostalpen. Schließlich befinden sich hier viele spannende Drehorte. Wer diese mit dem Auto auskundschaften möchte, kann sich im Folgenden über ein paar gute Tipps freuen.
1. Dem Bergdoktor „Guten Tag“ sagen
Tirol und der Bergdoktor – die beiden gehören einfach zusammen. Schließlich wird die beliebte ZDF-Vorabendserie seit dem Jahr 2008 am Fuße des Wilden Kaisers gedreht.
Eine der berühmten Szenen der Serie: Fernseharzt Doktor Gruber frühstückt gemütlich mit seiner Familie vor dem Gruberhof und genießt den Panoramablick auf die Berge.
Wer den Drehort besucht, kann diese Momente zumindest im Sommer nachspielen.
Denn der Bergbauernhof an einem Hang oberhalb von Söll – der eigentlich „Köpfinghof“ heißt – existiert auch im wahren Leben. Er kann in der warmen Jahreszeit im Rahmen einer Traktorführung besichtigt werden.
Auch zu Fuß lässt sich der „Gruberhof“ erreichen. Dafür geht’s mit dem Auto zunächst von Deutschland nach Söll. Wichtig: Keinesfalls die Vignette für Österreich vergessen, ansonsten droht ein Bußgeld.
In Söll angekommen, kann der Wagen am sogenannten „Bergdoktor Parkplatz“ stehen bleiben. Der Rundweg zum Hof sowie zu weiteren Schauplätzen der Serie ist ab hier ausgeschildert.
Achtung: Bei einem gemütlichen Tempo nimmt die rund neun Kilometer lange Strecke mindestens drei Stunden Laufzeit in Anspruch.
2. Auf den Spuren von James Bond
Nicht nur Fernseharzt Matthias Gruber fühlt sich in Tirol heimisch. Auch Geheimagent James Bond verschlug es bereits mehrmals in die malerischen Alpen. Für den 24. Bond-Streifen „Spectre“ war Daniel Craig unter anderem in Sölden und Obertilliach unterwegs.
Wer sich selbst ein wenig wie im Geheimdienst Ihrer Majestät fühlen möchte, sollte bei einem Roadtrip durch Tirol unbedingt den Gaislachkogel ansteuern. Hinter dem lustigen Namen verbirgt sich nichts anderes als ein rund 3.000 Meter hoher Berg. Der einen atemberaubenden Panoramablick bietet – besonders jenen, die mit der Gaislachkogelbahn nach oben fahren.
Mutige können auch die Gletscherstraße nach oben nehmen, die direkt neben der Skipiste verläuft. Zu empfehlen ist das allerdings nur mit einem ruhigen Händchen am Lenkrad und Schneeketten an den Reifen.
Kommt beim Fahren ein wenig James-Bond-Stimmung auf, ist das übrigens kein Wunder. Schließlich lieferten sich im Film auf genau dieser Gletscherstraße nicht weniger als 45 Range Rover und zwei Britain Norman Islander-Flugzeuge eine wilde Verfolgungsjagd.
3. Tierische Erlebnisse mit den Woodwalkers
Die Woodwalker – Menschen, die sich in Tiere verwandeln können – eroberten zunächst in Katja Brandis’ Jugendbüchern die Herzen. Im Oktober 2024 erschien dann der erste Kinofilm. Einige Szenen darin wurden auch in Tirol gedreht.
Für Familien mit Kindern ist eine Rundfahrt zu den Schauplätzen des Teenie-Streifens eine schöne Urlaubsidee. Los geht’s in den Wäldern rund um Haiming, wo Gestaltwandler-Puma Carag im Film zum ersten Mal auf den Millionär Milling trifft.
Ebenfalls lohnt sich eine Fahrt zum Fuße des Gepatschgletschers im Kaunertal. Hier führt ein Naturpfad durch die idyllische Landschaft, der tolle Wandermomente verspricht. Im Kinofilm wird er eindrucksvoll in mehreren Drohnenaufnahmen gezeigt, als Carag – überfordert mit seinen Pflichten als Gestaltwandler, Sohn und Freund – als Puma in die Wälder flüchtet.
Übrigens: Angst vor echten Pumas brauchen Wanderer nicht zu haben. Schließlich sind sie nicht in Tirol heimisch – anders als Luchse, Wölfe und vereinzelt Bären. Allerdings halten auch diese Raubtiere sich meist von Menschen fern.
4. Eine Stippvisite bei der SOKO Kitzbühel
Serienfans, die das Wörtchen Kitzbühel hören, haben sicherlich ein paar Szenen der dort gedrehten Krimifernsehserie vor Augen. Bis 2021 klärte das beliebte SOKO-Team hier Verbrechen auf und stellte sich auch so mancher privaten Herausforderung.
Zwar wurde in Wirklichkeit meist in Linz und nicht in Kitzbühel gedreht. Einige Schauplätze der Serie entdecken Besucher aber doch, wenn sie die östlich von Innsbruck gelegene Kleinstadt in den Alpen besichtigen. Zumindest in deren Nähe.
So befindet sich rund eine Fahrstunde entfernt etwa das Restaurant des berühmten „Haubenkochs“ der in der 19. Staffel der SOKO-Kitzbühel eine zentrale Rolle spielt. Seine „Pochlarner Stuben“ sind in der Realität unter dem Namen „Jägerwirt“ bekannt und etwas außerhalb von Scheffau zu finden. Ein ideales Anlaufziel für alle, die bei einem Roadtrip durch Tirol der kleine Hunger plagt. Auf den Tisch in der Gaststube kommen hauptsächlich bodenständige Gerichte auf Spitzen-Niveau. Daher lohnt sich die Einkehr auch für Urlauber, die ihre Reise auf eine besondere Weise ausklingen lassen möchten.